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Boswellia Dalzielli aus Afrika

Wenn man den Boswellia Dalzielli das erste Mal im Leben sieht, dann fällt einem schnell die Ähnlichkeit mit dem omanischen Weihrauch Boswellia Sacra auf.
Auch der Duft ist dem Boswellia Sacra ähnlich, wobei der Duft des Weihrauch dalzielii sehr fruchtig ist und noch eine starke balsamische Note hat, die man eher vom Caterii und auch vom Papyrifera kennt.

Der Boswellia dalzielii wächst in vielen Regionen dieser Erde, allerdings ist der Baum nicht so zahlreich vertreten, wie seine Brüder. Während in manchen Ländern dieser Erde tausende Weihrauchbäume zu finden sind, teilweise auf wenigen Hektar hunderte Bäume, die nebeneinander stehen, so gibt es den Boswellia dalzielii eher vereinzelt.

Dieses Bild zeigt den Boswellia Dalzielli in Burkina Faso @ Marco Billi 2014

Der Baum ist relativ hoch, ähnlich, wie der Boswellia papyrifera. Kein Wunder also, dass es Botaniker gab, die diese beiden Brüder miteinander verwechselten.

Doch schauen wir uns diesen Baum mal genauer an:

Grundsätzlich ist der Boswellia dalzielii relativ verbreitet in Afrika, man findet den Baum in Nigeria, Burkina Faso und Senegal. Angeblich gibt es den Boswellia dalzielii auch in Kamerun, allerdings hat eine Analyse ergeben, dass es sich hierbei nicht um Boswellia dalzielii handelt.

Eine einigermaßen organisierte Ernte gibt es in Nigeria,  sowie in Burkina Faso.

Der Duft des Boswellia Dalzielli ist sehr fruchtig, je nach Ernteland und Reinheit auch etwas minzig, wie man es vom dem grünlichen Weihrauch aus dem Oman kennt. Je nach Ernteland kann auch eine sehr erdige, balsamische Note das Duftprofil des Weihrauchs abrunden. Was diesen Weihrauch allerdings erheblich von anderen Weihrauchsorten abhebt, ist sein hoher Anteil an ätherischen Ölen. Während man bei manchen Weihrauchsorten nur 4-9% ätherisches Öl im Harz findet, so enthält dieser Weihrauch einen Anteil von 9-12%, was sehr hoch ist. Das riecht und schmeckt man auch, der Weihrauch ist sehr frisch und intensiv.

Der Weihrauchbaum bildet überwiegend große Tränen, wie beim Sacra und Carterii, mit Färbungen von orangen, über weiß und grün, ebenfalls ein Phänomen, das man von vielen Weihrauchsorten kennt. Da es in den Ernteländern sehr heiß ist und die Ernte auch nicht immer gut organisiert ist, ist eine Nuggetbildung nicht ganz ausgeschlossen. Diese entsteht, da der Weihrauch bei der Ernte nicht gut sortiert und aufbewahrt wird. Der Weihrauch klebt so wieder zu großen Brocken und wird dunkel.

Medizinisch ist der Boswellia Dalzielli auch sehr interessant, denn eine neue Studie hat ergeben, dass es keinen Weihrauch gibt, der höhere AKBA-Werte hat als der dalzielii Weihrauch. Während ein indischer Weihrauch einen AKBA-Gehalt von 7-9% der Gesamtsäuren aufweist, liegt der Gehalt beim Dalzielii bei über 70%. Man kann vermuten, dass dieser besondere Weihrauch deswegen auch effektiver wirkt.

Sowieso hat der Boswellia dalzielli bereits eine lange medizinische Anwendung, denn in den Ernteländern, in denen dieser Baum wächst, ist die medizinische Versorgung nicht optimal. Und so ist es kein Wunder, dass man in alten Schriften und Überlieferungen immer wieder von Tinkturen, Tees und Räucherungen liest und hört. So soll die Rinde bei Wahnsinn helfen, die Rinde bei Entzündungen, vor allem im Magen Darm Trakt und die Samen und Blätter dieses Baumes bei Geschwüren und Geschlechtskrankheiten.  Natürlich wird auch dieser Weihrauch in den Ernteländern gekaut.

Dies zeigt den Weihrauch Boswellia Dalzielli aus Nigeria

Bezugsquellen dieses Weihrauch: Weihrauch kaufen