Huichol Copal ist ein außergewöhnliches Naturharz aus den zeremoniellen Traditionen Mexikos. Seit Jahrtausenden wird Copal von indigenen Kulturen als heiliges Räucherwerk verwendet – als Brücke zwischen Mensch, Natur und spiritueller Welt.
Für die Huichol ist Copal weit mehr als ein Duftstoff – er ist ein lebendiges Opfer, dessen Rauch Gebete trägt, Räume reinigt und die Verbindung zu den Ahnen stärkt.
Bereits in vorspanischer Zeit war Copal das wichtigste Räucherwerk Mesoamerikas und wurde als Opfergabe für Götter, Naturkräfte und Ahnen verbrannt.
Ernteort:
Dieser besondere Copal ist eng verbunden mit den indigenen Huichol (sie selbst nennen sich Wixárika), einem Volk aus den Bergregionen der Sierra Madre Occidental in Mexiko.
Botanik:
Huichol Copal stammt aus Bäumen der Gattung Bursera, die zur Familie der Burseraceae gehören – derselben Familie wie Weihrauch (Boswellia). Allerdings ist der Begriff "Copal" ein Sammelsurium von südamerikanischen Harzen und wird teilweise auch in anderen Ländern als Bezeichnung für Harze genutzt.
Der Huichol Copal ist kein einheitliches Copal-Harz, es werden verschiedene Bäume für die Ernte gemeinsam genutzt und die Botanik ist in Südamerika ein eigenes Thema.
Vermutlich aber werden in der Hauptsache folgende Bäume genutzt:
- Bursera bipinnata (Copal blanco)
- Bursera copallifera (Copal santo)
- Bursera glabrifolia
Duft & Wirkung:
Beim Verräuchern entfaltet Huichol Copal einen warmen, zitronig-harzigen, teilweise balsamischen und sehr hellen Duft.
Die traditionelle Anwendung bei den Huichol ist das Räuchern zur Reinigung von Räumen und Vorbereitung von rituellen Zeremonien. Ebenso dient das Räuchern von Huichol Copal als Schutzmittel.
Ich empfinde den Huichol als sehr klärend, aber nicht nur im Außen, sondern besonders im Inneren. Der Copal ist ein tolles Harz, um eine Meditation zu machen und um Führung und Erkenntnis zu bitten.
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