Räuchermischungen selber machen: Anleitung, Mischverhältnis & Rezepte
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Kurz erklärt: Eigene Räuchermischungen herzustellen ist einfacher, als viele denken. Wichtig ist nicht nur der Duft, sondern vor allem die Absicht: Soll die Mischung reinigen, beruhigen, schützen, öffnen, konzentrieren oder ein Ritual begleiten? Eine gute Räuchermischung besteht meist aus einer tragenden Basis wie Holz, Wurzel oder Rinde, einem thematischen Herz aus Kräutern oder Blüten und einem kleinen Anteil Harz für Tiefe, Rauch und Duftfülle.
Als einfache Anfängerformel kannst du mit etwa 50 % Basis, 30 % Kräutern oder Blüten, 15 % Harz und 5 % Gewürz oder Duftakzent beginnen. Danach verändert man die Mischung nach Gefühl, Erfahrung und Wirkung. Je besser du die einzelnen Räucherstoffe kennst, desto stimmiger werden deine eigenen Rezepte.
Räuchermischen ist mehr als das Zusammenwerfen schöner Düfte. Es ist ein Gespräch mit Pflanzen, Harzen und Hölzern. Jede Zutat bringt eine eigene Signatur mit: Lavendel beruhigt und öffnet, Rose macht weich, Harze geben Tiefe, Hölzer tragen und Wurzeln erden. Wenn du lernst, diese Stimmen zu hören, entstehen Mischungen, die wirklich zu dir, deinem Raum und deinem Ritual passen.
Wie stellt man eigene Räuchermischungen her?
Eigene Räuchermischungen oder Weihrauchmischungen zu kreieren, ist nicht schwer. Ganz im Gegenteil: Es macht Freude, wenn man mit den Räucherstoffen beim Mischen verbunden ist und sich Mischungen für jedes Anliegen und Thema zusammenstellt. Mit der Zeit und mit jeder weiteren Räuchermischung, die du kreierst, steigt die Erfahrung.
Natürlich gibt es hier ein paar grundlegende Informationen, die man beachten sollte. Denn gerade das Mischungsverhältnis ist sehr wichtig. Viele Menschen fragen uns wie bestimmte Räucherstoffe "riechen", doch ich finde es viel sinnvoller eine eigene Räuchermischung nicht nur nach dem Duft zu mischen. Natürlich ist ein guter Duft immer wichtig, aber den Duft kann man sehr schnell und einfach verändern, indem man aromatische Harze in die Räuchermischung gibt.
Sinnvoller ist es, dass man erst einmal schaut, welche Wirkung man mit der Räuchermischung erzielen möchte. Wonach sehnt man sich, welches Ritual will man durchführen, was braucht es gerade im Leben? Das sind die richtigen Fragen, bevor man sich eine eigene Räuchermischung kreiert.
Natürlich gibt es auf dem Markt bereits tausende "fertige" Räuchermischungen, ich, Georg, erstelle selbst ständig neue Räuchermischungen und wir haben für viele Anwendungszwecke und Rituale bereits Räuchermischungen (meist in Bio Qualität erschaffen). Doch jede Pflanze wirkt auf den Menschen etwas anders, du gehst vielleicht besonders mit den beliebten Lavendelblüten in eine positive Resonanz, andere aber können den Duft von Lavendelblüten überhaupt nicht leiden. Was macht es dann für einen Sinn, wenn du eine Räuchermischung kaufst, obwohl du einen Inhaltsstoff nicht magst?
Deswegen probiere dich gerne einmal in der Herstellung eigener Räuchermischungen. Probiere dich aus. Vielleicht findest du ein paar Zutaten in deiner Küche (Vanille, Safran, Sternanis, Orangenschalen, Thymian etc.) oder du bist in der Natur unterwegs und ein Baum schenkt dir Fichtenharz.
Worauf man bei der Herstellung von Räuchermischungen achten muss
Grundsätzlich ist es schön, wenn du deine eigenen Erfahrungen machst. In unserem Blog findest du zahlreiche Videos und Artikel, die du als Räucheranfänger nutzen kannst. Aber ein paar Tipps sind auf jeden Fall nützlich, wenn du anfängst eigene Räuchermischungen zu kreieren. Du wirst feststellen, wenn du verschiedene Räucherstoffe einzeln verräucherst, dass sie alle natürlich einen völlig unterschiedlichen Verdampfungspunkt haben.
Wenn du Kräuter oder Blüten räucherst, zum Beispiel auf Räucherkohle, dann dauert es nur minimale Sekunden und von dem aufgelegten Räucherstoff ist nichts mehr da. Wenn du jedoch eine Rinde oder Holz auf die Kohle, oder natürlich auch auf ein Stövchen mit Teelicht und Räuchersieb legst, dann passiert, je nach Abstand zwischen Teelicht und Sieb, erstmal nicht viel.
Kräuter und Blüten „verbrennen“ sehr schnell in einer Räuchermischung. Hölzer, Wurzeln und Rinden brauchen länger. Harze konservieren die anderen Räucherstoffe und verlangsamen, je nach Harz, die Verbrennung der Räuchermischung. Aber auch beim Harz muss man ein bisschen aufpassen, denn Harze sind sehr dominant vom Geruch und des Weiteren sollte man nicht zuviel Harze nutzen, denn sonst kann das Harz der Räuchermischung die Räucherkohle ersticken oder beim Räuchern mit Sieb sogar durch das Sieb in das Teelicht tropfen!
Räucherritual zum Kennenlernen der Räucherstoffe
Das Beste ist wirklich, wenn du zunächst die einzelnen Räucherstoffe kennenlernst und dir die Wirkung und den Duft aufschreibst. Dann fällt es dir leichter Räuchermischungen nach deinem Geschmack und der gewünschten Wirkung herzustellen.
Um die Räucherstoffe kennenzulernen, ist das Räuchern mit dem Sieb am Sinnvollsten. Falls du kein solches Räuchergefäß in der Nähe hast, auch mit der Kohle arbeiten
Das Ritual:
Setze dich bequem hin und komme zur Ruhe.
Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem und beobachte für ein paar Minuten, wie dein Bauch sich hebt und wieder senkt. Diese kleine Vorbereitung hilft dir tiefer in dich hineinzufühlen und leichter die Reaktion auf den Rauch wahrzunehmen.
Ich bitte dich darum für ein paar Minuten alles um dich herum zu vergessen und dich ganz auf den Rauch der Stoffe zu konzentrieren.
Zünde nun das Teelicht, oder auch die Kohle an.
Lege den Räucherstoff auf das Sieb oder die Kohle. Beobachte, wie er langsam verglimmt und der Rauch aufsteigt. Spüre in den Rauch hinein. Rieche an dem aufsteigenden Rauch, atme ihn vorsichtig durch die Nase ein.
Schließe vielleicht für einen Moment deine Augen und spüre in deinen Körper hinein.
Wie riecht es? Wie fühlst du dich dabei?
Denk daran, dass jede Pflanze ihre ganz eigene Energie besitzt. Erinnere dich, dass du durch das Räuchern den Geist von der Pflanze löst und durch den Rauch im direkten Kontakt mit ihm stehst.
Spüre in deinen Körper hinein, achte auf deine Gefühle und die Veränderungen.
Vielleicht möchtest du jetzt noch mal an dem Rauch riechen? Rieche vorsichtig am Rauch und fühle noch mal ganz in deinen Körper.
Nachdem du den ersten Räucherstoff kennengelernt hast, lüfte kurz dein Zimmer.
Danach kannst du gerne einen weiteren Stoff auf das Sieb oder die Kohle legen.
Rieche wieder an dem Rauch, atme ihn sanft mit der Nase ein. Spüre in deinen Körper hinein und beobachte die Reaktion. Versuche mit dem Rauch in Kontakt zu treten. Versuche das Wesen der verräucherten Pflanze zu fühlen. Verbinde dich ganz bewusst mit der Energie der Pflanze.
Mache dir vielleicht Notizen über die verschiedenen Pflanzen und deine Erfahrung mit ihnen. Notiere den Duft der Pflanze und deine Reaktion.
Wenn du den Rauch der verschiedenen Pflanzen bewusst wahrnimmst, wird es dir leichter fallen, später ganz eigene Mischungen zu kreieren.
Noch ein kleiner Hinweis am Rande:
Wenn man es genau nimmt, hat jede Pflanze eine bestimmte Wirkung auf unseren Körper und unsere Psyche, somit könnte man jede Pflanze als Psycho-Aktiv bezeichnen. Doch es gibt Pflanzen deren psychoaktive Wirkung sehr viel stärker ist als bei anderen. Dies ist der Grund wieso ich von „an dem Rauch riechen“ gesprochen habe. Wenn du den Rauch von z.B. Beifuss, Kampfer, Benzoe-Harz, Alraune, Muskat oder Oregano zu intensiv einatmest, kann es sein, dass du das Gefühl hast ein bisschen „High“ zu sein. Rieche also an dem Rauch und atme ihn nicht direkt ein! Aufpassen sollte man immer, wenn Kinder, ältere Menschen oder Schwangere im Raum sind. Dann sind ein paar der Räucherstoffe nicht zu empfehlen, wie z.B. Beifuss oder Kampfer.
Rezepte für Räuchermischungen
Wenn du gerade erst das Räuchern für dich entdeckt hast, dann probiere ruhig mal meine Rezepte für Räuchermischungen aus. Die einzelnen Rezepte enthalten ein Gesamtgewicht von 100g. Wenn du mehr oder weniger von einer Räuchermischung herstellen möchtest, musst du die Gewichtsangaben natürlich anpassen. Auch werde ich dir erst einmal einfache Rezepte vorstellen mit nicht zu vielen Räucherstoffen. Manche unserer Räuchermischungen, die wir herstellen, enthalten bis zu 16 verschiedene Zutaten. Doch dies wäre für den Anfang einfach zu viel.
Je nach Größe der Räucherstoffe kann es ratsam sein, diese vor dem Räuchern zu mörsern. Dabei gilt die Faustregel: Klein, aber nicht zu klein. Die Räucherstoffe sollten noch erkennbar sein.
Grundaufbau einer Räuchermischung
| Bestandteil | Anteil für Anfänger | Funktion in der Mischung | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Basis | 40–60 % | trägt die Mischung, brennt langsamer, gibt Körper | Sandelholz, Zedernholz, Palo Santo, Rinden, Wurzeln |
| Herz / Thema | 20–40 % | bestimmt Wirkung, Ritualrichtung und Charakter | Lavendel, Rose, Beifuß, Salbei, Eisenkraut, Melisse |
| Duft / Blüte | 5–20 % | verfeinert, öffnet, macht die Mischung weicher | Rosenblüten, Jasmin, Orangenblüten, Holunderblüten |
| Harz / Balsam | 5–20 % | bindet, vertieft, konserviert, gibt Rauch und Duftfülle | Weihrauch, Benzoe, Copal, Mastix, Dammar, Myrrhe |
| Gewürz / Akzent | 1–10 % | setzt eine klare Duft- oder Wirkspitze | Zimt, Sternanis, Vanille, Tonkabohne, Kardamom |
Liebesmischung
Weißes Sandelholz, Rosenblüte, Benzoe Sumatra, Iriswurzel, Zimt
Alle der oben genannten Stoffe, besitzen aphrodisierende Kräfte.
Die Iriswurzel hilft emotionale und sexuelle Blockaden zu lösen.
Der Zimt gibt der Mischung noch eine feurige Komponente.
35 Gramm weißes Sandelholz
20 Gramm Rosenblüten
25 Gramm Benzoe Harz
15 Gramm Iriswurzel
5 Gramm Zimt
Erkältungsmischung
Eukalyptusholz, Salbei und Thymian
Neben den heilenden, schleimlösenden und stärkenden Eigenschaften dieser Räucherstoffe, dient diese Mischung auch dazu Ihre Wohnung von Bakterien zu befreien.
40 Gramm Eukalyptusholz (alternativ: Blätter)
30 Gramm Salbeiblätter
30 Gramm Thymian
Meditationsmischung
Weißes Sandelholz, Weihrauch Maydi, Benzoe Siam
An sich sind sehr viele Kräuter und Harze zur Meditation geeignet. Alles, was beruhigt, entspannt oder auch harmonisiert, ist als Meditationsräucherung gut geeignet. Die oben genannte Räuchermischung duftet sehr angenehm und süßlich. Sandelholz und Weihrauch sind beides tolle Räucherstoffe, um den Geist zu klären und nach innen zu schauen. Benzoe verleiht der Mischung noch einen balsamisch-süßen Duft und hilft zur Ruhe zu kommen
45 Gramm weißes Sandelholz
45 Gramm Weihrauch Maydi
10 Benzoe Siam
Indianische Reinigungsmischung
Weißer Salbei, Zedernspitzen, Sweetgras, weißer Copal
Diese Stoffe haben sehr reinigende Eigenschaften. Der weiße Salbei harmoniert mit den Zedernspitzen optimal und bildet eine Einheit. Das Copal-Harz hilft die Energie im Raum anzuheben und verleiht der Mischung noch einen frischen Duft.
45 Gramm Weißer Salbei
25 Gramm Zedernspitzen
20 Gramm Copal blanco
10 Gramm Sweetgrass
Seelenmischung
Weißes Sandelholz, Tonkabohnen, Tolubalsam, Rosenblüten
Diese Mischung riecht einfach fantastisch. Wenn du Trost brauchst, oder das Gefühl von Wärme vermisst, schaffe dir mit dieser Mischung eine Atmosphäre, in der sich deine Seele besonders wohl fühlen wird.
45 Gramm Weißes Sandelholz
25 Gramm Rosenblüten
20 Gramm Tonkabohnen
10 Gramm Tolubalsam
Konzentration
Eisenkraut, Lemongras, Dammar
Die Mischung stärkt deine geistigen Kräfte und hilft dir, dich zu konzentrieren.
Sie erhellt deinen Geist und aktiviert deine Sinne.
20 Gramm Eisenkraut
40 Gramm Lemongras
40 Gramm Dammar
Gute Nacht-Mischung
Lavendel, Styrax und Melissenblätter
Eine wunderbare wärmende und beruhigende Mischung, ideal zum Einschlafen.
30 Gramm Lavendel
50 Gramm Styrax
20 Gramm Melissenblätter
Vertrauens-Mischung
Orangenblüten, Jasminblüten, Benzoe Sumatra, Zedernholz
Diese Mischung hilft uns dabei, wieder zu vertrauen und in unsere Kraft zu finden.
10 Gramm Orangenblüten
10 Gramm Jasminblüten
30 Gramm Benzoe Sumatra
50 Gramm Zedernholz
Kontakt-Mischung
Weihrauch, Mastix, Beifuss und Lorbeerblätter
Diese Mischung unterstützt dich bei der Kontaktaufnahme mit den geistigen Welten. Alle Zutaten dienen dazu dein Bewusstsein weit für die Kommunikation zu öffnen. Da diese Mischung bei übermäßigem Gebrauch berauschend wirken kann, solltest du es mit dem Räuchern nicht übertreiben.
20 Gramm Weihrauch
20 Gramm Mastix
50 Gramm Beifuss
10 Gramm Lorbeerblätter
Zu Beginn des Artikels habe ich bereits erwähnt, dass unsere Räuchermischungen, die wir in unserem Shop anbieten, aus wesentlich mehr Räucherstoffen bestehen. Wenn du mehr Räucherstoffe in einer Räuchermischung vereinst, hast du weitere Energien und Facetten, die im Rauch auf dich, dein Sein und dein Haus wirken.
Zwei Räuchermischungen, die ich besonders mag, sind die Räuchermischung Segen und himmlischer Frieden.
Räuchermischung Segen
25 Gramm altes weißes Sandelholz
10 Gramm Holunderblüten
7 Gramm Mistelkraut
12 Gramm Rosenblüten rosa
4 Gramm Orangenblüten
10 Gramm Orangenblätter
8 Gramm Vanille
9 Gramm Honigweihrauch Pulver
10 Gramm Maydi Weihrauch
10 Gramm Loban
3 Gramm Sweetgrass
5 Gramm Gold Copal
Die Räuchermischung Segen duftet wirklich herrlich, blumig süß. Beim Verräuchern der Mischung entsteht ein Feld des Segens und der Liebe.
Himmlischer Frieden
25 Gramm Styrax
25 Gramm Lavendel
25 Gramm Palo Santo
25 Gramm Maydi Weihrauch
Die Räuchermischung Himmlischer Frieden ist unsere Räuchermischung mit den wenigsten Räucherstoffen, dennoch eine unserer beliebtesten Mischungen. Der Duft ist balsamisch, holzig und süßlich und sie schafft beim Räuchern eine Atmosphäre des Loslassens, des Friedens und der Ruhe.
Warum Harze in Räuchermischungen so wichtig sind
Harze wie Weihrauch, Copal, Benzoe, Mastix, Dammar oder Myrrhe geben einer Räuchermischung Tiefe, Rauch, Duftfülle und Haltbarkeit. Sie verbinden die einzelnen Pflanzenbestandteile miteinander und können den Duft einer Mischung runder und länger wahrnehmbar machen. Gleichzeitig sind Harze sehr intensiv. Zu viel Harz kann eine Mischung schwer, klebrig oder zu rauchig machen. Auf Kohle kann zu viel Harz die Glut ersticken; auf dem Sieb kann flüssiges Harz tropfen oder das Sieb verkleben.
Räuchermischungen selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Thema wählen: Entscheide, ob deine Mischung z. B. reinigen, beruhigen, öffnen, schützen oder konzentrieren soll.
- Basis auswählen: Wähle ein Holz, eine Rinde oder eine Wurzel als tragende Grundlage.
- Pflanzen für die Wirkung wählen: Ergänze passende Kräuter, Blüten oder Gewürze.
- Harz sparsam dosieren: Gib ein Harz für Tiefe, Rauch und Duftbindung hinzu.
- Zutaten zerkleinern: Mörsere große Stücke, aber nicht zu fein. Die Bestandteile sollten noch erkennbar bleiben.
- Kleine Testmenge mischen: Beginne z. B. mit 10 g, bevor du 100 g herstellst.
- Einzeln und als Mischung räuchern: Prüfe Duft, Rauch, Wirkung und Verbrennungsverhalten.
- Notizen machen: Schreibe Mengen, Duft, Wirkung und Verbesserungsideen auf.
- Nachjustieren: Mehr Basis für Ruhe, mehr Harz für Tiefe, mehr Blüten für Weichheit, mehr Kräuter für klare Wirkung.
- Reifen lassen: Manche Mischungen wirken harmonischer, wenn sie einige Tage oder Wochen ruhen.
Häufige Fragen zum Herstellen eigener Räuchermischungen
Wie stelle ich eine eigene Räuchermischung her?
Wähle zuerst ein Thema oder Ritualziel, zum Beispiel Reinigung, Ruhe, Schutz, Liebe oder Konzentration. Danach kombinierst du eine Basis aus Holz, Rinde oder Wurzel mit passenden Kräutern, Blüten und einem kleinen Anteil Harz. Beginne mit kleinen Testmengen und notiere Duft, Rauch und Wirkung.
Welches Mischverhältnis eignet sich für Räuchermischungen?
Für Anfänger eignet sich als Faustregel: 50 % Basis, 30 % Kräuter oder Blüten, 15 % Harz und 5 % Gewürz oder Akzent. Je nach Mischung kann das Verhältnis angepasst werden. Harze sollten eher sparsam dosiert werden, weil sie sehr dominant sein können.
Welche Zutaten kann man für Räuchermischungen verwenden?
Geeignet sind viele getrocknete Kräuter, Blüten, Hölzer, Rinden, Wurzeln, Harze und Gewürze. Wichtig ist, nur sicher bestimmte, unbehandelte und gut getrocknete Pflanzen zu verwenden. Beliebte Zutaten sind Weihrauch, Copal, Benzoe, Sandelholz, Zeder, Lavendel, Rose, Salbei, Beifuß, Melisse, Zimt und Vanille.
Warum sollte man Räucherstoffe einzeln testen?
Jeder Räucherstoff hat einen eigenen Duft, eine eigene energetische Qualität und ein eigenes Verhalten beim Erhitzen. Kräuter und Blüten verbrennen schnell, Hölzer und Wurzeln brauchen mehr Hitze, Harze schmelzen und können sehr dominant sein. Wer die Stoffe einzeln kennt, mischt später harmonischer.
Muss man Räuchermischungen mörsern?
Viele Räucherstoffe sollten leicht zerkleinert werden, damit sie gleichmäßiger duften und besser miteinander harmonieren. Sie sollten aber nicht zu fein pulverisiert werden. Als Faustregel gilt: klein genug für eine gleichmäßige Mischung, aber noch erkennbar.
Kann ich Küchengewürze für Räuchermischungen verwenden?
Ja, manche Küchengewürze wie Vanille, Sternanis, Zimt, Thymian oder Orangenschalen können in Räuchermischungen verwendet werden. Sie sollten naturbelassen, trocken und frei von künstlichen Zusätzen sein. Gewürze sind oft sehr intensiv und sollten sparsam dosiert werden.
Wie viel Harz gehört in eine Räuchermischung?
Für Anfänger sind meist 5–15 % Harz ausreichend. Harze geben Tiefe, Rauch und Duftfülle, können eine Mischung aber schnell dominieren. Zu viel Harz kann auf Kohle die Glut ersticken oder auf dem Sieb tropfen.
Welche Räuchermischung eignet sich für Anfänger?
Eine einfache Mischung aus wenigen Zutaten ist ideal. Zum Beispiel Sandelholz als Basis, Lavendel oder Rose als Blüte und etwas Benzoe oder Weihrauch als Harz. Drei bis fünf Zutaten reichen am Anfang völlig aus.
Sicherheit beim Räuchern eigener Mischungen
Räucherrauch sollte nicht direkt oder tief eingeatmet werden. Rieche vorsichtig am aufsteigenden Duft und lüfte nach dem Räuchern. Manche Räucherstoffe sind sehr intensiv oder traditionell als stark wirksam bekannt, etwa Beifuß, Kampfer, Muskat, Oregano, Alraune oder stark balsamische Harze. Bei Kindern, Schwangeren, älteren Menschen, Haustieren, Asthma, Atemwegsproblemen oder empfindlichen Personen sollte man besonders vorsichtig sein und bestimmte Stoffe meiden.
Über den Autor:
Dieser Artikel wurde von Georg Huber, Gründer von Jeomra’s Räucherwelt und Autor des “Praxisbuchs der energetischen Hausreinigung”, verfasst. Georg Huber entwickelt seit vielen Jahren eigene Räuchermischungen und arbeitet täglich mit Harzen, Hölzern, Kräutern, Blüten, Wurzeln und Rinden. In der Räucherwelt entstehen zahlreiche Mischungen für Rituale, Hausreinigung, Jahreskreisfeste, Chakrenarbeit und spirituelle Praxis.